Künstler:innen
Sol Gabetta
© Matthias Müller
Nach ihren jüngsten Residenzen bei der Staatskapelle Dresden und den Bamberger Symphonikern eröffnet Sol Gabetta die Saison 2024/25 mit einer Europa-Tournee mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Mikko Franck. Im Wiener Konzerthaus, wo Gabetta das Publikum immer wieder begeistert hat, wird sie in ihrer Porträtserie an zwei Kammermusikabenden sowie als Solistin zu erleben sein. Dabei spielt sie Konzerte von Schostakowitsch und Saint-Saëns mit den Wiener Symphonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Nach ihrer lang erwarteten Rückkehr in die USA, bei der sie ihr Debüt mit der New York Philharmonic gibt und mit The Cleveland Orchestra sowie dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Klaus Mäkelä, einem ihrer geschätztesten musikalischen Kollegen, auftritt, wird Gabetta 2025 erneut mit New York Philharmonic und Jakub Hrůša für ein Gastspiel beim Bravo! Vail Festival in Colorado zu hören sein.
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Gabetta pflegt ihre langjährige Verbindung zum Philharmonia Orchestra, indem sie Weinbergs Cellokonzert unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali interpretiert. Sie kehrt auch zu den Münchner Philharmonikern zurück, um mit Lahav Shani zusammenzuarbeiten, nachdem sie in der vergangenen Saison für ihre kraftvolle Interpretation von Lutosławskis Konzert für Cello und Orchester breite Anerkennung erhalten hatte.
Sol Gabetta, eine gefragte Gastkünstlerin bei führenden Festivals, war „Artiste étoile“ des Lucerne Festivals, wo sie mit den Wiener Philharmonikern unter Franz Welser-Möst, dem Mahler Chamber Orchestra unter François-Xavier Roth und dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Marin Alsop auftrat. Sie schöpft weiterhin Inspiration aus einem weiten Kreis von musikalischen Begegnungen und Kollaborationen, insbesondere beim Solsberg Festival, das unter ihrer engagierten künstlerischen Leitung gedeiht.
Kammermusik steht im Mittelpunkt von Gabettas Schaffen, was sich in ihren bevorstehenden Trio-Rezitals mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov, einer Tournee mit ihrem langjährigen Klavierpartner Bertrand Chamayou durch Europa und jüngsten Auftritten mit Kristian Bezuidenhout und Francesco Piemontesi beim Gstaad Festival und der Schubertiade zeigt. In der Vergangenheit führten sie Kammermusikkonzerte zu renommierten Orten wie dem Lincoln Center in New York, der Wigmore Hall in London, dem Lucerne, Verbier und Salzburger Festival, den Schwetzinger und Rheingau Musikfestivals sowie zur Schubertiade Schwarzenberg und dem Beethovenfest Bonn.
Für ihre aussergewöhnlichen künstlerischen Leistungen, Visionen und Kreativität, die einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen Leben Europas geleistet haben, wurde sie 2024 mit dem Schweizer Musikpreis und 2022 mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. Zuvor erhielt sie 2018 den Herbert-von-Karajan-Preis bei den Salzburger Osterfestspielen, wo sie als Solistin mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann auftrat. Im Jahr 2019 wurde sie mit dem ersten OPUS Klassik Award als Instrumentalistin des Jahres für ihre Interpretation von Schumanns Cellokonzert ausgezeichnet. Der ECHO Klassik würdigte ihre Leistungen mehrfach zwischen 2007 und 2013 sowie 2016. Sie wurde für einen GRAMMY Award nominiert und erhielt 2010 den Gramophone Young Artist of the Year Award sowie 2012 den Würth-Preis der Jeunesses Musicales. Ebenso erhielt sie Auszeichnungen bei der Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und beim ARD-Musikwettbewerb in München.
Ihre umfangreiche Diskografie bei SONY Classical wird kontinuierlich erweitert. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören eine Aufnahme von späten Werken Schumanns sowie eine Live-Aufnahme der Cellokonzerte von Elgar und Martinů mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und Krzysztof Urbański. Im Jahr 2017 arbeitete sie mit Cecilia Bartoli zusammen und präsentierte auf einer ausgedehnten Europa-Tournee ihr gemeinsames Album Dolce Duello, das bei Decca Classics erschien.
Sol Gabetta spielt auf einem Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1730, Venedig, das ihr vom Atelier Cels Paris zur Verfügung gestellt wird. Seit 2005 lehrt sie an der Musikakademie Basel.
Yulianna Avdeeva
© Maxim Abrossimow
Sie wurde für ihre «konsequent führende Position in Sachen reiner Leidenschaft und Musikalität, ganz zu schweigen von technischer Brillanz» sowie für ihre «spontanen und unberechenbaren» Aufführungen, «voller Tiefe und Farbigkeit» (The Telegraph), gefeiert. Mit Kraft, Überzeugung und Sensibilität fesselt sie ihr Publikum auf der ganzen Welt.
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In Europa zählt Yulianna zu den gefragtesten Künstlerinnen. Sie tritt regelmässig in der Warschauer Philharmonie, im Rudolfinum Prag, im Pierre Boulez Saal Berlin, im Wiener Konzerthaus und in der Elbphilharmonie Hamburg auf. Kürzlich gab sie ihre Debüts bei den Festivals in Salzburg und Gstaad sowie im Concertgebouw Amsterdam.
Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 gehören eine Recital-Tour durch Korea und China, das Festival «Chopin und sein Europa» in Warschau sowie Rezital-Debüts im Musikverein Wien, in der Kölner Philharmonie, der Berliner Philharmonie, bei der La Jolla Music Society, den Philip Lorenz International Keyboard Concerts, in Houstons DACAMERA-Reihe, beim Festival de Tannay in der Schweiz, bei der Società del Quartetto di Milano und im Music Center De Bijloke in Belgien. Ausserdem kehrt sie zum Círculo de Bellas Artes in Madrid zurück, um Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen Op. 87 vollständig aufzuführen, und zum Rudolf Firkušný Klavierfestival in Prag für ein Solorecital mit Auszügen aus Op. 87 im Rudolfinum.
Als Solistin stand Yulianna u. a. mit dem Seattle Symphony, Bournemouth Symphony, Pittsburgh Symphony, Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre Symphonique de Montréal, WDR Sinfonieorchester Köln, Dresdner Philharmonie, Orchestre Consuelo beim Festival La Chaise-Dieu und der Franz Schubert Filharmonia auf der Bühne. Nach ihrem Auftritt beim Gewandhaus Schostakowitsch Festival folgt in dieser Saison eine Europatournee mit Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester Leipzig. Bevorstehende Kammermusikprojekte umfassen eine Tournee mit dem Belcea Quartet mit Konzerten in Wien, Hamburg, Berlin und Madrid.
Die Saison 2024/25 brachte unter anderem eine Rückkehr in die Carnegie Hall nach ihrem ausverkauften Rezital-Debüt 2023. Dort spielte sie ein Programm mit Werken von Chopin und Liszt, das sie auch in Spanien, Deutschland, den USA, Frankreich, Österreich und Italien präsentierte. Weitere Engagements führten sie mit dem New York Philharmonic zum Bravo! Vail Music Festival, zu ihrem Debüt bei der Celebrity Series of Boston, zu einem Rezital beim Rockport Chamber Music Festival sowie zu mehreren Konzerten beim Seattle Chamber Music Festival an der Seite des Geigers James Ehnes.
In Zusammenarbeit mit dem Boston Symphony Orchestra veranstaltete das Gewandhausorchester ein Festival zum 50. Todestag Schostakowitschs, bei dem Yulianna im Frühjahr 2025 das gesamte Op. 87 aufführte. Neben Leipzig spielte sie den Zyklus im Pierre Boulez Saal Berlin, im Palau de la Música Barcelona, im Saitama Arts Center Tokio, beim Festival de Lanaudière in Quebec, im National Centre for the Performing Arts in Peking, in Ostrava (Tschechische Republik) und in Seon (Schweiz). Ihr Debüt beim Chicago Symphony Orchestra gab sie in der Saison 2023/24.
Yulianna veröffentlichte kürzlich drei Alben bei PENTATONE: Resilience (2023), Chopin: Voyage (2024) und eine Gesamtaufnahme von Schostakowitschs Op. 87 (2025). Ihre Einspielungen der Chopin-Klavierkonzerte mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter Frans Brüggen (2013), drei Soloalben mit Werken von Bach, Mozart, Schubert, Chopin, Liszt und Prokofiev (2014, 2016, 2017), die Kammermusik-Kollaborationen mit Gidon Kremer in Weinbergs Werken (2017, 2019) sowie eine Soloaufnahme bei Deutsche Grammophon (2015) dokumentieren ihr künstlerisches Schaffen eindrucksvoll.
2025 startete Yulianna das Online-Projekt #AvdeevaShostakovichProject, in dem sie alle 24 Präludien und Fugen spielt und kommentiert. Begleitet wurde das Projekt von #YuliannasMusicalDialogues, einem offenen Raum für ihre Follower, um ihre Leidenschaft für Musik zu teilen. Auch ihr Online-Bildungsprojekt #AvdeevaBachProject während des Covid-19-Lockdowns, das über eine halbe Million Aufrufe erzielte, stiess weltweit auf Begeisterung. Mehr Informationen: avdeevapiano.com.
Kristian Bezuidenhout
© Marco Borggreve
Kristian Bezuidenhout hat sich als einer dervielseitigsten und spannendsten Musiker unserer Zeit etabliert, sowohl als Keyboarder als auch als Dirigent. Geboren in Südafrika, begann er sein Studium in Australien, schloss es an der EastmanSchool of Music (Rochester, NY) ab und lebt heute in London. Nach seiner ersten Ausbildung als moderner Pianist bei Rebecca Penneys widmete er sich den historischen Tasteninstrumenten und studierte Cembalo bei Arthur Haas, Hammerklavier bei Malcolm Bilson und Continuo-Spiel und Aufführungspraxis bei Paul O’Dette. Internationale Anerkennung erlangte Kristian erstmals im Alter von 21 Jahren, als er den renommierten ersten Preis und den Publikumspreis beim Hammerklavierwettbewerb in Brügge gewann.
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Kristian ist regelmässiger Gastsolist auf dem Hammerklavier, Cembalo und modernen Klavier bei weltweit führenden Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Mozarteum Orchester, der Camerata Salzburg, dem Orchestre des Champs Elysées, Les Arts Florissants, Orchestra of the Eighteenth Century, Concertgebouw Orchestra, Chamber Orchestra of Europe, Orchestra of the Age of Enlightenment, Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Chicago Symphony Orchestra und dem Australian Chamber Orchestra. Er trat mit berühmten Künstlern wie John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Bernhard Haitink, Daniel Harding, Frans Brüggen, Trevor Pinnock, Giovanni Antonini, Jean-Guihen Queyras, Isabelle Faust, Alina Ibragimova, Rachel Podger, Carolyn Sampson, Anne Sofie von Otter, Mark Padmore, Matthias Goerne und Julian Prégardien auf.
Neben seiner Tätigkeit als Solist ist er zunehmend als Dirigent gefragt und beschäftigt sich weiterhin mit der Musik des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts mit Ensembles wie dem English Concert (Händel Chandos Anthems, Purcell Odes, Bach Johannespassion), Tafelmusik, Collegium Vocale, Juilliard 415, Kammerakademie Potsdam und Dunedin Consort (Bach Matthäus-Passion). Kristian ist Erster Gastdirigent sowohl des Freiburger Barockorchesters als auch des English Concert. Im Jahr 2025 wurde er zum Associate Artist des Irish Chamber Orchestra ernannt.
Kristians reichhaltige und preisgekrönte Diskografie mit über 30 Alben – hauptsächlich für Harmonia Mundi – umfasst die gesamten Klavierwerke Mozarts (Diapason d’Or de l’Année, Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und Caecilia-Preis); Schuberts Die schöne Müllerin mit Julian Prégardien; die gesamten Klavierkonzerte von Beethoven mit dem Freiburger Barockorchester; einen fortlaufenden Zyklus der gesamten Mozart-Klavierkonzerte mit dem Freiburger Barockorchester (ECHO Klassik); Bachs Violinsonaten mit Isabelle Faust; Mozarts Violinsonaten mit Petra Müllejans und Beethoven- und Mozart-Lieder sowie Schumanns Dichterliebe mit Mark Padmore (Edison Award). Zu den kommenden Veröffentlichungen gehören zwei CDs mit Mozart-Klavierkonzerten mit dem Freiburger Barockorchester, die 2024 aufgenommen wurden.
In der Saison 2025/2026 wird Kristian als Solist auftreten und eine Reihe von Orchestern dirigieren, darunter die Royal Northern Sinfonia, das Irish Chamber Orchestra, die Tapiola Sinfonietta, das Dunedin Consort, die Kammerakademie Potsdam und die Bochumer Symphoniker. Zu seinen Debüts zählen das Norwegian Radio Orchestra, das er als Dirigent und Solist leitet, sowie das Tampere Philharmonic Orchestra und das SWR Symphonieorchester als Solist. Er gibt Konzerte in ganz Europa mit Isabelle Faust und Julian Pregardien und tritt in Nordamerika/Kanada mit seinen regelmässigen Partnern Anne Sofie von Otter und dem Consone Quartet im Rahmen einer Residenz in der Bourgie Hall in Montreal auf.
Lucas Campara Diniz
© Boriana Pandova
Geboren in Südbrasilien fand Lucas Campara Diniz, unter dem musikalischen Einfluss der Gaucho – Traditionen seiner Familie, schon frühzeitig zur Gitarre. Schnell zeichneten sich erste Erfolge ab. 2013 gewann er den 1. Preis beim Av Rio Gitarrenwettbewerb, beim Sebastian Benda Musikwettbewerb und beim Internationalen Gitarrenwettbewerb Fred Schneiter. Ein Jahr später gab er seine erste internationale Tournee in Chile. Dort spielte er u.a. als Solist mit dem Orquesta del Maule.
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Heute konzertiert er regelmässig in den bedeutendsten Musikfestivals in ganz Europa. Mit dem Quartett Passo Avanti oder seinem Duo mit der Schlagzeugerin Vivi Vassileva trat er schon in Grafenegg, beim Kissinger Sommer, im Rheingau Musik Festival, bei den Europäische Wochen, beim Gitarrenfestival Saitensprünge, beim Moselmusikfestival oder dem Schleswig-Holstein Musikfestival auf.
Ein wichtiges Anliegen ist es ihm, das klassische Gitarrenrepertoire weiter voran zu bringen. Mit Eigenkompositionen wie z.B. seiner Sonata für Solo Gitarre, oder auch durch enge Zusammenarbeit mit anderen Komponisten trägt er wesentlich zur Entstehung neue Werke für die Gitarrenliteratur bei. In Kooperation mit dem Wiener Konzerthaus gab er für sein Duo zwei Werke in Auftrag. Die “Sonate für Vibraphon und Gitarre” von Javier Contreras und die “Drei Brasilianische Legenden” von Sergio Assad brachte er dort im Herbst 2020 zur Uraufführung.
2018 nahm er ein Soloalbum mit der Musik von Atahualpa Yupanqui auf und 2019 das dritte Passo Avanti-Album „Vom Suchen und Finden – Begegnungen mit Mozart“.
Chanticleer
© Stephen K Mack
Weltweit bekannt für sein vielseitiges Repertoire und seine Virtuosität, begeistert das Grammy-prämierte Vokalensemble Chanticleer – unter der Leitung von Musikdirektor Tim Keeler – mit aussergewöhnlicher stimmlicher Präzision, klanglicher Reinheit und stilistischer Ausdruckskraft. Die Boston Globe lobte Chanticleer als «atemberaubend in Intonation, Klangbalance, Farbenreichtum und stilistischer Souveränität.» 1978 in San Francisco vom Sänger und Musikwissenschaftler Louis Botto gegründet, etablierte sich Chanticleer rasch als eines der produktivsten Tournee- und Aufnahmeensembles der Welt. Als «Orchester der Stimmen» hat das Ensemble tausende Live-Konzerte gegeben und über eine Million Tonträger verkauft.
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Seine Wurzeln hat Chanticleer in der Musik der Renaissance, doch das Repertoire umfasst heute ebenso klassische Werke, Gospel, Jazz und populäre Musik. Ein besonderes Highlight ist das Programm A Chanticleer Christmas, mit dem das Ensemble jedes Jahr im Dezember auf Tournee geht. Im Herbst 2025 erscheint das neue Weihnachtsalbum Joy to the World. Mit grossem Engagement für neue Kompositionen und Arrangements rückt Chanticleer regelmässig amerikanisches Repertoire und einen unverwechselbar amerikanischen Klang in den Mittelpunkt – ein Spiegel der stilistischen und personellen Vielfalt des Ensembles. Viele der zahlreichen Aufnahmen dokumentieren diese Auftragswerke und wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet – darunter zwei Grammy Awards für Sir John Tavener’s Lamentations & Praises sowie die Sammlung Colors of Love. Das Album Our American Journey wurde 2025 in das National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen. Chanticleer wurde mit dem Dale Warland Commission Award und dem Chorus America/ASCAP Award for Adventurous Programming ausgezeichnet. Joseph H. Jennings, langjähriger Sänger und Musikdirektor des Ensembles, erhielt für seine herausragende Arbeit im afroamerikanischen Chorerbe den Brazeal Wayne Dennard Award.
Benannt nach dem „klar singenden“ Hahn aus Geoffrey Chaucers Canterbury Tales, wurde Chanticleer 2008 von Musical America zum Ensemble des Jahres ernannt und in die American Classical Music Hall of Fame aufgenommen. Die vielfach ausgezeichneten Education-Programme des Ensembles – geehrt mit dem Chorus America Education Outreach Award – haben seit ihrer Gründung zehntausende Schüler*innen und Studierende erreicht.
Veronika Eberle
© Stefan Grau
Veronika Eberles aussergewöhnliches Talent und die Souveränität und Reife ihres musikalischen Könnens wurden von vielen der weltweit besten Orchester, Konzertsäle und Festivals sowie von einigen der renommiertesten Dirigenten gewürdigt.
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In der Saison 2025/26 gibt Veronika ihr Debüt in der Carnegie Hall im Rahmen einer Tournee durch Europa und die USA mit dem Chamber Orchestra of Europe und Yannick Nézet-Séguin. Weitere bemerkenswerte Debüts sind das Konzerthausorchester Berlin (Søndergård), die Helsinki Philharmonic (Bihlmaier), das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra (Storgårds), das Hyogo PAC Orchestra (Ottensamer) und das Royal Scottish National Orchestra (Widmann). Ausserdem kehrt sie zur Dresdner Philharmonie (Albrecht), zum BBC National Orchestra of Wales (Bloch), zum Gürzenich-Orchester (Bihlmaier) und zum Brussels Philharmonic (Ono) zurück.
Zu den jüngsten Höhepunkten zählen ihre US-Debüts mit dem New York Philharmonic Orchestra (Canellakis), dem Boston Symphony Orchestra (Stutzmann) und dem Cleveland Orchestra (Popelka) sowie ihre Rückkehr zum LA Philharmonic (Rustioni), zum Orchestre Symphonique de Montréal (Nagano) und zum Budapest Festival Orchestra (Fischer).
Weitere wichtige Kooperationen umfassen Orchester wie das London Symphony Orchestra, das Concertgebouworkest, die Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Daniel Harding, Christian Thielemann, Lorenzo Viotti, Louis Langrée, Robin Ticciati, Paavo Järvi, Alan Gilbert, Heinz Holliger, Antonio Pappano und Andrés Orozco-Estrada, um nur einige zu nennen.
Als engagierte Kammermusikerin tritt Veronika regelmässig mit Künstlern wie Sol Gabetta, Steven Isserlis, Julia Hagen, Beatrice Rana, Nils Mönkemeyer und Dénes Várjon auf und spielt bei Festivals wie Klosters Music, Menuhin Festival Gstaad, Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Mozartfest Würzburg, Carinthischer Sommer und Vevey Spring Festival auf. In der Saison 2024-25 kehrte sie als Artist in Residence in die Wigmore Hall zurück.
Veronika profitierte von der Unterstützung einer Reihe renommierter Organisationen, darunter die Reinhold Würth Musikstiftung, die Nippon Music Foundation, der Borletti-Buitoni Trust (Stipendium 2008), die Orpheum Stiftung, die Deutsche Stiftung Musikleben und die Jürgen-Ponto-Stiftung. Sie war von 2011 bis 2013 BBC Radio 3 New Generation Artist und von 2010 bis 2012 Künstlerin der Reihe „Junge Wilde” des Dortmunder Konzerthauses. Sie gewann den ersten Preis beim Yfrah Neaman International Competition 2003 in Mainz und wurde mit Publikumspreisen der Festivals Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.
Veronika Eberle wurde in Donauwörth geboren und studierte zunächst bei Olga Voitova am Richard-Strauss-Konservatorium in München, später bei Christoph Poppen und Ana Chumachenco. Veronika Eberle spielt auf der Stradivari „Ries“ von 1693, die ihr freundlicherweise von der Reinhold Würth Musikstiftung zur Verfügung gestellt wird.
Asya Fateyeva
© Jewgeni Roppel
Asya Fateyeva gehört zu den herausragenden Vertreterinnen des klassischen Saxophons und stellt das Instrument mit ihrer künstlerischen Vision und Vielseitigkeit in den Mittelpunkt der Musikszene. Geboren auf der Krim, begeistert sie mit innovativen Programmen, die unterschiedlichste Stile und Epochen verbinden – von Barock und Klassik über Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, Jazz und Weltmusik. Ihr Spiel zeichnet sich durch technische Brillanz, emotionalen Tiefgang und einen unverwechselbaren Klang aus.
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Bereits früh machte Asya Fateyeva international auf sich aufmerksam: 2014 schrieb sie Geschichte, als sie als erste Frau das Finale des renommierten Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien erreichte und den dritten Platz belegte. Seitdem gilt sie als Pionierin, die das Saxophon in der klassischen Musikszene fest etabliert hat.
Ihre Konzerttätigkeit führte sie auf renommierte Bühnen und Festivals weltweit. Sie musizierte mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Wiener Symphonikern, dem SWR-Symphonieorchester, der Dresdner Philharmonie, dem Beethovenorchester Bonn, Ensemble Resonanz, der Kammerakademie Potsdam, den Münchner Symphonikern und dem MDR-Sinfonieorchester. Unter der Leitung namhafter DirigentInnen wie Robin Ticciati, Bar Avni, Nil Venditti, Vladimir Spivakov, Joseph Bastian, Dirk Kaftan und Michael Sanderling trat sie unter anderem im Wiener Musikverein, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim Lucerne Festival auf.
Zu den Höhepunkten der Saison 2025/2026 zählen ihre Rückkehr zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie Debüts mit dem Radio-Symphonieorchester Wien im Brucknerhaus Linz, mit dem Orchestre National des Pays de la Loire und dem Staatsorchester Darmstadt. Darüber hinaus setzt sie ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Lautten Compagney Berlin fort; mit diesem Ensemble veröffentlichte sie bereits ihre zweite CD Dancing Queen, auf der Werke von ABBA und Rameau interpretiert werden – ausgezeichnet 2025 mit dem Opus Klassik. Ihre neue CD Nutcracker Unwrapped, eine Bearbeitung von Tschaikowskys Nussknacker durch Wolf Kerschek, erscheint im Herbst 2025. Ausserdem führt sie ihr Weg erneut zum Schleswig-Holstein Musik Festival, wo sie im Sommer 2024 als Residenzkünstlerin zu erleben war.
Neben ihrer Tätigkeit als Solistin widmet sich Asya Fateyeva mit Leidenschaft der Kammermusik. Dabei entwickelt sie originelle Projekte, wie etwa Arrangements vonBachs Goldberg-Variationen für Violoncello, Akkordeon und Saxophon, Programme mit Musik der 1920er-Jahre oder genreübergreifende Experimente mit Jazz und Weltmusik. Ihre kreative Vielseitigkeit und Offenheit machen sie zu einer multikulturellen Künstlerin, die unterschiedliche Einflüsse in ihrer Musik vereint.
Ihre musikalische Ausbildung begann sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Professor Daniel Gauthier. Entscheidende Impulse erhielt sie durch Studienaufenthalte in Frankreich bei Claude Delangle (Paris) und Jean-Denis Michat (Lyon). Zudem absolvierte sie einen Aufbaustudiengang Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Heute gibt sie ihr Wissen als Professorin für klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie an der Musikhochschule Lübeck weiter.
Alexandre Kantorow
© Sasha Gusov
2019 gewann der damals 22-jährige Alexandre Kantorow als erster französischer Pianist den ersten Preis beim Tschaikowski-Wettbewerb sowie den Grand Prix, eine aussergewöhnliche Auszeichnung, die in der Geschichte des Wettbewerbs bisher nur dreimal vergeben wurde.
Von Kritikern als «Reinkarnation von Liszt» (Fanfare) beschrieben, sammelt er seitdem Auszeichnungen und tritt auf den renommiertesten Bühnen der Welt auf. Im Jahr 2024 schrieb er erneut Geschichte, indem er nicht nur der erste französische, sondern auch der jüngste Preisträger des renommierten Gilmore Artist Award wurde.
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Alexandre Kantorow tritt mit zahlreichen renommierten Dirigent:innen und Orchestern auf. Er arbeitet insbesondere mit Ivan Fischer, Yannick Nézet-Séguin, Antonio Pappano, Teodor Currentzis, Klaus Mäkelä, John Eliot Gardiner, Manfred Honeck und Esa Pekka Salonen zusammen und wird von den führenden Orchestern der Welt eingeladen, wie den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam und dem Budapest Festival Orchestra.
Mit seinen Solo-Programmen tritt Alexandre Kantorow in den grössten internationalen Konzertsälen auf, darunter im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie Paris, im Bozar Brüssel, in der Queen Elizabeth Hall und der Wigmore Hall in London sowie in der Suntory Hall in Tokio. Darüber hinaus ist er regelmässig bei renommierten Festivals zu Gast, darunter La Roque d'Anthéron, das Ravinia Festival, das Verbier Festival und das Klavier-Festival Ruhr.
Die Kammermusik ist ebenfalls eine seiner grossen Leidenschaften, die er insbesondere mit Liya Petrova und Aurélien Pascal teilt, mit denen er gemeinsam die künstlerische Leitung des "Musikfest" und der "Rencontres Musicales de Nîmes" sowie des Festivals Pianopolis in Angers innehat.
Zu den Höhepunkten seiner Saison 2025/26 zählen mehrere bedeutende internationale Tourneen: in Japan mit dem Concertgebouw-Orchester und Klaus Mäkelä, in Europa mit der Filarmonica della Scala unter der Leitung von Riccardo Chailly und dem London Philharmonic Orchestra mit Paavo Järvi sowie in Asien mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und Jaap van Zweden. Ausserdem tritt er in den Vereinigten Staaten mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Marin Alsop und in Europa mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra auf. Parallel dazu präsentiert er ein neues Rezitalprogramm in den grossen Konzertsälen Europas und Nordamerikas, gibt sein Debüt mit den Symphonieorchestern von San Francisco und des Bayerischen Rundfunks und kehrt zum Rotterdams Philharmonisch Orkest zurück.
Alexandre Kantorow nimmt exklusiv für das Label BIS auf. Seine Aufnahmen werden von der internationalen Kritik gefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Gramophone's Piano Award 2025 für seine Aufnahme von Werken von Brahms und Schubert.
2024 wird er vom französischen Präsidenten zum Chevalier de l’Ordre National du Mérite ernannt, nachdem er bereits von der Kulturministerin zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt worden war. Im Juli desselben Jahres spielte er die "Jeux d'eau" von Ravel bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris. Alexandre Kantorow studierte bei Pierre-Alain Volondat, Igor Lazko, Frank Braley und Rena Shereshevskaya.
Bomsori Kim
© Bartek Barczyk
Für Bomsori ist ihr Instrument wie eine Stimme, mit der sie zum Publikum spricht. In ihrem Heimatland ist sie schon lange ein Star und auch international ist die südkoreanische Geigerin nun als Solistin gefragt. Ihre ausserordentliche technische Meisterschaft ermöglicht es ihr, jede Nuance auszudrücken – ob im grossen dramatischen Ausbruch oder im feinsten lyrischen Detail, ihr Spiel hat etwas zutiefst Persönliches und die Kraft, die Hörer zu berühren.
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Im Februar 2021 unterzeichnete Bomsori einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon. Bereits 2019 hat sie für das Label mit ihrem jetzigen DG-Kollegen Rafał Blechacz ein von der Kritik hochgelobtes Album mit Werken von Fauré, Szymanowski, Debussy und Chopin vorgelegt. Bomsoris erste DG-Soloaufnahme, Violin on Stage, erschien im Juni 2021. Mit dem Album, das Werke aus Oper und Ballett (oder davon inspiriert) vorstellt, knüpfte Bomsori an das Vermächtnis so legendärer Geiger wie Heifetz, Milstein und Kogan an, die berühmt waren für ihre Aufführungen virtuoser Transkriptionen, und gleichzeitig bekräftigte sie damit ihre enge Beziehung zu Polen, der Musik und den Musikern des Landes. Aufgenommen mit dem NFM Philharmonischen Orchester Wrocław und Giancarlo Guerrero sind Waxmans Carmen-Fantasie, Massenets »Méditation« und Wieniawskis Fantaisie brillante sur des motifs de l’opéra »Faust« zu hören.
Das Danish National Symphony Orchestra und sein Chefdirigent Fabio Luisi luden Bomsori ein, Carl Nielsens Violinkonzert mit ihnen aufzuführen und einzuspielen. Das im August 2023 erschienene Album, das auch das Flöten- und das Klarinettenkonzert des dänischen Komponisten vorstellt, gewann 2024 den Concerto Award des BBC Music Magazine.
Bomsoris zweites Soloalbum, Bruch & Korngold, präsentiert zwei Schlüsselwerke des Violinrepertoires: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 und das Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold, eingespielt mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša. Das Album, das im Mai 2025 erscheint, wird durch eine Auswahl von Auszügen aus Korngolds Opern- und Bühnenwerken abgerundet. Neben der friedvollen »Gartenszene« aus Viel Lärm um Nichts präsentieren Bomsori und das Orchester ein Arrangement von »Mariettas Lied« aus der Oper Die tote Stadt. Mit Thomas Hoppe am Klavier spielt sie, für Violine und Klavier transkribiert, »Ohne dich« und »Schönste Nacht« aus Die stumme Serenade.
In den vergangenen Jahren spielte Bomsori unter anderem mit Orchestern wie Philadelphia Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Orchestre symphonique de Montréal, NFM Wrocław Philharmonic, Philharmonia Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France und Orquesta Nacional de España und sie arbeitete mit grossen Dirigenten wie Marin Alsop, Paavo Järvi, Hannu Lintu, Fabio Luisi, Sakari Oramo, Santtu-Matias Rouvali, Krzysztof Urbański und Jaap van Zweden. 2019 pries die New York Times ihren »dramatischen Einsatz« bei der US-Premiere von Tan Duns Violinkonzert Fire Ritual, ihrem Debüt mit den New Yorker Philharmonikern, und bei ihrem BBC Proms-Debüt 2023 mit dem BBC Philharmonic unter Anja Bihlmaier lobte The Times »ihre tiefe romantische Sensibilität für die lyrischen Bögen des zentralen Adagios, dargeboten mit einem fein kalibrierten, sanften Vibrato«. Auch andere zögerten nicht, ihre Qualitäten als Interpretin zu feiern, wobei die Zeitschrift Crescendo die perfekte Zusammenfassung lieferte: »Diese Geigerin kann alles – Mit Virtuosität, Präsenz, Klarheit und einem warmen, fülligen Geigenton ist Bomsori eine agile Gestalterin des Moments.«
Für ihre kommenden Live-Auftritte konzentriert Bomsori sich auf ihr aktuelles Album-Repertoire, das Konzert von Korngold und Bruchs Konzert Nr. 1, mit Jakub Hrůša und den Bamberger Symphonikern. Beide Werke spielen sie in Bamberg (17./18. Mai 2025) sowie Korngold in Münchens Isarphilharmonie (19. Mai) und Bruch im Arts Center in Seoul (1. Juni, der Live-Stream wird am 14. Juni auf STAGE+ gezeigt) und der National Concert Hall in Taipeh (3. Juni). Bruch wird sie ausserdem mit dem Malaysian Philharmonic Orchestra in Kuala Lumpur aufführen (28. Juni). Im Sommer sind verschiedene Festivalauftritte geplant, u.a. ein Recital mit Kit Armstrong sowie ein Kammermusikkonzert beim Gstaad Menuhin Festival (21. und 24. Juli), ein Recital mit Fabian Müller beim Rheingau Musik Festival (10. August) und eins mit Thomas Hoppe beim Edinburgh International Festival (14. August).
Bomsori Kim, deren in Korea seltener Vorname »Klang des Frühlings« bedeutet, kam 1989 in Daegu zur Welt. Ihre Eltern förderten die musikalische Begabung ihrer Tochter, mit vier Jahren erhielt sie Klavierunterricht, begann ein Jahr später Geige zu spielen und musizierte schon bald mit ihren Eltern und Geschwistern im Familienensemble. Zunächst begeisterte Bomsori sich besonders für Gesang und Ballett, aber als sie mit sieben Jahren eine Aufführung von Kyung Wha-Chung hörte, wandte sie sich ganz der Geige zu. »Danach war es immer mein Traum, Geigerin zu sein«, berichtet sie.
Nach dem Examen an der Seoul National University, wo sie bei Young Uck Kim studierte, erhielt Bomsori ein volles Stipendium, um ihre weitere Ausbildung mit einem Magistergrad und Künstlerdiplom an der Juilliard School in New York abzuschliessen. Die imponierende Verbindung von natürlicher Begabung, harter Arbeit und bemerkenswerten künstlerischen Fähigkeiten führte sie zu Erfolgen bei renommierten Wettbewerben in der ganzen Welt, darunter der Internationale Tschaikowsky-Wettbewerb, der ARD-Musikwettbewerb, der Internationale Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover, die International Jean Sibelius Violin Competition und die Sendai International Music Competition.
2016 gewann Bomsori bei der International Henryk Wieniawski Violin Competition den zweiten Preis, den Kritikerpreis sowie neun Sonderpreise. Rafał Blechacz war so beeindruckt bei der Fernsehübertragung ihrer Darbietung in der Finalrunde, dass er sie einlud, bei seinem nächsten kammermusikalischen Projekt mitzuarbeiten und sie dann zur »perfekten musikalischen Partnerin« erklärte.
Bomsori spielt die 1725 Giuseppe Guarneri del Gesù “Moller” Geige, die ihr von der Samsung Foundation of Culture und der Stradivari Society of Chicago zur Verfügung gestellt wird.
Dejan Lazić
© Benjamin Ealovega
Dejan Lazićs erfrischende Interpretationen des Klavierrepertoires machen ihn zu einem der einzigartigsten und aussergewöhnlichsten Künstler seiner Generation. Der Spiegel schrieb über Lazićs Liszt-Aufnahme für Onyx Classics: «Grandios fingerfertig, engagiert und gewitzt, dabei voller Tiefgang: Dieser Längsschnitt durch Liszts Œuvre ist ein Geschenk, für Einsteiger wie für Kenner».
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Lazić tritt als Solist regelmässig mit Orchestern wie dem Atlanta Symphony, Bergen Philharmonic, Boston Symphony, Budapest Festival Orchestra, Chicago Symphony, City of Birmingham Symphony, Danish National Symphony, Helsinki Philharmonic, Hong Kong Philharmonic, Indianapolis Symphony, London Philharmonic, der NDR Elbphilharmonie, dem Netherlands Philharmonic, NHK Symphony, Rotterdam Philharmonic, Royal Concertgebouw, Seoul Philharmonic, Swedish Radio Symphony, Tokyo Symphony, Yomiuri Nippon, und dem Australian Chamber und Kammerorchester Basel auf. erfreut sich einer grossen Fangemeinde im Fernen Osten, wo er mit dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer auf Tournee ging. Er arbeitet regelmässig mit Dirigenten wie Marc Albrecht, Giovanni Antonini, Jan Willem de Vriend, Iván Fischer, Michael Francis, Hartmut Haenchen, Tianyi Lu, Jun Märkl, Andris Nelsons, Markus Poschner, Daniel Rasikin, Thomas Søndergård, Robert Spano, John Storgårds, Krzysztof Urbański, Kazuki Yamada und Simone Young zusammen.
Kammerkonzerte und Rezitale führen ihn regelmässig an Spielorte wie das Teatro Colón (Buenos Aires), das Lincoln Center (New York), das Melbourne Recital Centre, die Forbidden City Recital Hall (Peking) und zu Festivals wie die Schubertiade Schwarzenberg sowie dem Gstaad Menuhin Festival mit Kammermusikpartnern wie Joshua Bell, Sol Gabetta, Andreas Ottensamer und Benjamin Schmid. Er ist designierter künstlerischer Leiter des 2026 Toujours Mozart Festivals in München.
Dejan Lazić ist auch als Komponist aktiv und seit 2015 beim Sikorski Musikverlag unter Vertrag. Seine Werke finden zunehmend Anerkennung, zuletzt seine beiden Kompositionen „Piano Concerto in Istrian Style“, Op. 18 und „Alterations on the Istrian Folk Anthem“, Op. 29, aufgenommen 2023 mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Ivan Repušić für das BR Klassik Label unter dem Titel „Istrian Rhapsody“, das auf der Opus Klassik 2024 Shortlist in zwei Kategorien stand: Komponist des Jahres und Konzertaufnahme des Jahres.
Zwei weitere neuere Kompositionen für Violine sind: „Chinese Fantasy“ für Violine und Orchester op. 22 und Variationen über ein Liebeslied von Kanding für Violine solo. Sein „S.C.H.E.rzo“ für Orchester, op. 25, ein Auftragswerk des Indianapolis Symphony Orchestra, wurde 2020 mit Krzysztof Urbański uraufgeführt. Lazićs Mozart-Bearbeitung, “Rondo Concertante” für Klavier und Orchester (nach dem 3. Satz aus der Klaviersonate in B-Dur, KV 333) erlebte die Uraufführung 2018 beim Mainly Mozart Festival in San Diego, USA. Sein erstes grosses Orchesterwerk, eine Tondichtung mit dem Titel “Mozart und Salieri” (inspiriert durch Alexander Puschkin), op. 21, wurde von Indianapolis Symphony und Krzysztof Urbański in Auftrag gegeben und 2017 uraufgeführt. Sein “Klavierkonzert im Istrischen Stil”, op. 18, hat er seit der Uraufführung beim Aspen Music Festival in 2014 mehrmals gespielt. Sein Arrangement von Brahms’ Violinkonzert für Klavier und Orchester wurde 2009 mit dem Atlanta Symphony Orchestra und Robert Spano uraufgeführt.
Zuletzt erschienen aus seinem Zyklus von Mozarts Klavierkonzerten zwei CDS mit Jan Willem de Vriend und dem Bergen Philharmonic Orchestra beim Label Challenge Records, und die Gstaad Recital Live Recording bei dem Label Onyx. Seine Einspielung mit Kammermusikwerken von Mozart, erschienen bei Onyx 2020, wurde mit dem „Opus Klassik 2021“ in der Kategorie „Kammermusikeinspielung” ausgezeichnet. 2017 hat Lazić während einer Tournee mit dem Netherlands Chamber Orchestra und Gordan Nikolić Beethovens eigene Bearbeitung seines Violinkonzerts als Klavierkonzert in D-Dur, op. 61a bei Onyx Classics aufgenommen. Eine CD mit Beethovens Tripelkonzert ist 2015 bei Sony Music erschienen. Lazićs Live-Aufnahme von Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 mit dem London Philharmonic Orchestra und Kirill Petrenko wurde mit dem „Echo Klassik” 2009 ausgezeichnet. Bei Channel Classics hat er zahlreiche CDs veröffentlicht, darunter die von Kritikern hochgelobte Reihe „Liaisons”.
Dejan Lazić wurde in Zagreb, Kroatien, in eine Musiker-Familie geboren. Er wuchs in Salzburg auf, wo er am Mozarteum (Klarinette, Klavier und Komposition) studierte. Die frühe Begegnung mit Zoltán Kocsis und Imre Rohmann beim Bartók Festival in Ungarn war ausschlaggebend für seinen künstlerischen Werdegang, ausserdem erhielt er dort wichtige Impulse von Peter Eötvös. Heute lebt Dejan Lazić in Amsterdam.
Valeriya MYrosh
© Theo Groen
Seit ihrer frühen Kindheit wurde Valeriya zwischen ihrer Leidenschaft für Literatur und ihrer Liebe für Musik zerrissenen, aber am Ende hat die abstrakte Schönheit der Musik überwogen.
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Seit ihrer frühen Kindheit wurde Valeriya zwischen ihrer Leidenschaft für Literatur und ihrer Liebe für Musik zerrissenen, aber am Ende hat die abstrakte Schönheit der Musik überwogen.
Im Jahr 2011 ist Valeriya von der Ukraine nach Deutschland umgezogen, um an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof.Vladimir Krainev und Prof.Bernd Goetzke zu studieren. Im Laufe ihrer musikalischen Karriere war sie regelmässig zu Gast bei internationalen Festivals wie "La Roque D’Antheron", " Rheingau Musik Festival", " Schleswig-Holstein Musik Festival".
In den letzten Jahren durfte Valeriya in bedeutenden Sälen auftreten, u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie, im Konzerthaus Berlin sowie im Grossen Saal der Philharmonie Kiew. Es gibt von ihr zahlreiche Aufnahmen bei NDR-Kultur.
Seit Oktober 2016 ist Valeriya Dozentin für Kammermusik sowohl an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, als auch Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Andreas Ottensamer
© Halina Jasinska
Andreas Ottensamer hat mit seiner unverwechselbaren Musikalität und Vielseitigkeit als Dirigent, Klarinettist und künstlerischer Leiter Publikum und Kritiker gleichermassen begeistert.
Ottensamer gilt als einer der führenden Instrumentalisten unserer Zeit und trat als Klarinettensolist in den grossen Konzertsälen der Welt mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem Netherlands Philharmonic Orchestra unter Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Daniel Harding und Lorenzo Viotti aufgetreten. Er ist regelmässiger Gast bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival und dem Festival de Pâques d’Aix en Provence und war fünf Jahre lang Resident Artist beim Gstaad Menuhin Festival.
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In der Saison 2025/26 gibt Andreas sein Debüt im Southbank Centre mit einem Recital in der Queen Elizabeth Hall und tourt mit Alessio Bax und Kian Soltani durch die USA mit fünf Konzerten. Ausserdem kehrt er zum Münchner Kammerorchester und zum Niederländischen Radio-Philharmonieorchester zurück. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Recitals im Concertgebouw mit José Gallardo, in Südamerika mit Miloš Karadaglić, in der Mupa Budapest mit dem Kelemen Quartett, beim Klosters Festival mit dem Schumann Quartett und beim Gstaad Festival an der Seite von Sol Gabetta. Zu Ottensamers künstlerischen Partnerschaften als Kammermusiker zählen die Zusammenarbeit mit Yuja Wang, Seong-Jin Cho, Lisa Batiashvili, Patricia Kopatchinskaja, Ray Chen, Phillippe Jaroussky und Gautier Capuçon. Er gab Recitals unter anderem im Musikverein Wien, in der Carnegie Hall, in der Philharmonie Berlin, in der Philharmonie Essen, im Konzerthaus Dortmund, im Shanghai Arts Center und in der Sala São Paolo.
Durch eine exklusive Plattenpartnerschaft mit der Deutschen Grammophon wurde Ottensamer der erste Klarinettist auf dem Gelben Label. Für sein Album Blue Hour mit den Berliner Philharmonikern unter Mariss Jansons erhielt er 2019 seinen zweiten Opus Klassik Award als „Instrumentalist des Jahres“. Ottensamers neuestes Album Romanza mit seinem langjährigen Konzertpartner José Gallardo erschien im Mai 2025.
Im Jahr 2021 gab Ottensamer sein Debüt als Dirigent und wurde mit dem Neeme-Järvi-Preis der Gstaad Festival Conducting Academy ausgezeichnet. Seitdem hat er mit Orchestern wie dem NHK-Sinfonieorchester, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig, dem Münchener Kammerorchester, dem Orquestra Gulbenkian Lissabon, dem Sinfonieorchester Basel, dem Kammerorchester Basel und dem Seoul Philharmonic zusammengearbeitet.
Ottensamer ist künstlerischer Leiter des Bürgenstock Festivals in der Schweiz und des Artström Festivals am Stienitz-See bei Berlin. Im Jahr 2023 kuratierte er das Programm des Classic Revolution Festivals in der Lotte Concert Hall in Seoul, Korea, das aus Sinfonie- und Kammermusikkonzerten mit dem KBS Symphony Orchestra und dem Seoul Philharmonic bestand.
Andreas Ottensamer wurde 1989 in Wien geboren. Er stammt aus einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie und fühlte sich schon früh zur Musik hingezogen. Mit vier Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Im Alter von zehn Jahren begann er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Cello zu studieren, wechselte dann aber 2003 zur Klarinette. 2009 unterbrach er sein Studium an der Harvard University, um Stipendiat der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker zu werden.
Ottensamer war von 2011 bis 2025 Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker.
Timothy Ridout
© Jiyang Chen
Timothy Ridout, BBC New Generation Artist und Borletti-Buitoni Trust Fellow, ist einer der gefragtesten Bratschisten seiner Generation. In dieser Saison tritt er als Solist unter anderem mit dem BBC Symphony Orchestra, dem Tokyo Metropolitan Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester, dem Odense Symphony Orchestra, dem San Jose Symphony Orchestra und dem Netherlands Chamber Orchestra auf. 2020 gewinnt Ridout den ersten Sir Jeffrey Tate Preis der Hamburger Symphoniker und wird 2021 in das Bowers Programm der Chamber Music Society of the Lincoln Center aufgenommen.
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Zu den weiteren Höhepunkten dieser Saison gehören Recitals und Kammerkonzerte in der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam und der Philharmonie Köln. Darüber hinaus geht Ridout mit der Chamber Society of the Lincoln Centre auf eine Südamerika-Tournee, kehrt für eine Reihe von Konzerten nach Taipeh zurück und tourt mit Musica Viva durch Australien.
In den letzten Spielzeiten gab Ridout sein Debüt mit dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre de Chambre de Paris, den Hamburger Symphonikern, dem Orchestre National de Lille, der Camerata Salzburg, den Grazer Philharmonikern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Hallé, dem BBC Symphony, Philharmonic und dem Philharmonia Orchestra und führte das Walton-Konzert bei den BBCProms/Sakari Oramo und mit dem Tonhalle-Orchester Zürich/David Zinman auf. Er hat auch mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Lionel Bringuier, Gabor Takács-Nagy, Sylvain Cambreling, Nicholas Collon und Sir Andras Schiff zusammengearbeitet.
Als gefragter Kammermusiker hat Ridout an zahlreichen Festivals in ganz Europa teilgenommen, darunter Rheingau, Bergen, Rosendal, Mecklenburg-Vorpommern, Sion und Lockenhaus, und arbeitet regelmässig mit führenden internationalen Künstlern zusammen, darunter Janine Jansen, Steven Isserlis, Joshua Bell, Isabelle Faust, Kian Soltani, Benjamin Grosvenor, Nicolas Altstaedt und Christian Tetzlaff, um nur einige zu nennen.
Ridout nimmt für das Label Harmonia Mundi auf. Sein neuestes Album „A Poet's Love“ wurde zusammen mit dem Pianisten Frank Dupree aufgenommen und enthält Auszüge aus Prokofjews Romeo und Julia sowie eine eigene Transkription von Schumanns Dichterliebe. Zu den Neuerscheinungen gehören unter anderem Berlioz Harold en Italie mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg/John Nelson bei Warner/Erato sowie die Bloch-Suite für Viola und Orchester und das Elgar-Konzert mit dem BBC Symphony Orchestra/Martyn Brabbins.
Ridout wurde 1995 in London geboren und studierte an der Royal Academy of Music, die er mit dem Queen's Commendation for Excellence abschloss. Im Jahr 2019 schloss er seinen Master an der Kronberg Academy bei Nobuko Imai ab und nahm 2018 an der Kronberg Academy's Chamber Music Connects the World teil.
Er spielt auf einer Bratsche von Peregrino di Zanetto (um 1565 - 75), einer Leihgabe eines grosszügigen Gönners der Beare's International Violin Society.
Vivi Vassileva
© Julia Wesley
In Deutschland in eine bulgarische Musikerfamilie hineingeboren, begann Vivi Vassileva ihre Musikausbildung auf der Geige bei ihrem Vater, jedoch als sie am Strand von Karadere an der Schwarzmeerküste eine Gruppe von Volkskünstlern hörte, wurde sie sofort dazu inspiriert, Schlagzeug zu spielen. Es waren diese farbenfrohen und exotischen Balkan-Rhythmen, die sie zu der vielseitigen Musikerin gemacht haben, zu der sie geworden ist, und die ihren klassisch ausgebildeten Stil bis heute beeinflussen.
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Vassileva, die für ihren innovativen Programmstil bewundert wird, bietet dem Publikum neue Möglichkeiten, ihre Instrumente und ihr Handwerk kennenzulernen, sei es in Form von Geschichtenerzählungen mit dem renommierten österreichischen Autor Michael Köhlmeier, der von populären Sportlegenden erzählt, oder in Form von Pionierprojekten fur den Umweltschutz mit Schlaginstrumenten aus recycelten Materialien. Sie tritt regelmässig mit Partnern wie Kian Soltani, Frank Dupree, Pablo Barragan und dem Gitarristen LucasCampara Diniz sowie mit ihrem selbst gegründeten Schlagzeugensemble, dem „Extasi Ensemble“ auf, u.a. in der Berliner Philharmonie, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, in Snape Maltings, bei den March Music Days in Ruse, in der Elbphilharmonie in Hamburg und bei den Salzburger Festspielen.
Vassileva begann ihre formale Ausbildung im Alter von zehn Jahren bei Claudio Estay und nach dem Gewinn des ersten Preises beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in Deutschland, wurde sie jüngstes Mitglied im Bundesjugendorchester. Weitere Erfolge folgten, darunter Preise bei internationalen Marimba-Wettbewerben in Paris 2009 und Nürnberg 2010, dem lngolstädter Musikförderungspreis 2013 und zwei Sonderpreise als jüngste Halbfinalistin beim renommierten ARD- Musikwettbewerb 2014. Mit 16 Jahren wurde sie an der Hochschule für Musik und Theater in Munchen aufgenommen, wo sie ihren Bachelor of Music bei Raymond Curfs und Peter Sadlo absolvierte. Derzeit studiert sie berufsbegleitend an der Universität Mozarteum Salzburg bei Martin Grubinger. Sie erhielt den Kulturkreis Gasteig Musikpreis für ihre eigene Komposition und Bearbeitung des bulgarischen Volksliedes „Kalino Mome“. Im Jahr 2017 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.
2019 unterzeichnete Vassileva einen exklusiven Plattenvertrag. Auf ihrem Debutalbum „Singin‘ Rhythm“ sind Werke von Guillo Espel, Eric Sammut, Oriol Cruixent und Keiko Abe zu hören, die meisten davon Ersteinspielungen, aber auch einige selten gehörte oder uraufgeführte Arrangements und Kompositionen von Vassileva selbst.
Ausgewählt für das Programm „Great Talent“ des Wiener Konzerthauses von 2019/20 bis 2021/22 und als „Junge Wilde“ am Konzerthaus Dortmund von 2021/22 bis 2023/24, steht Vivi Vassileva an der Schwelle zu einer grossen Karriere und verspricht eine Künstlerin zu werden, die das Publikum mitnimmt, wenn sie die Grenzen der Percussionwelt erkundet und verschiebt. Neben ihrer brillanten Technik, Athletik und erstaunlichen Virtuosität bringt sie eine ausserordentliche Musikalität und einen poetischen Ausdruck in ihre Auftritte ein.
Noa Wildschut
© Maaike Eijkman
Die niederländische Geigerin Noa Wildschut (2001) ist erst 24 Jahre alt, hat aber bereits ihren Platz in der internationalen klassischen Musikszene eingenommen. Im Alter von sechs Jahren spielte sie live im niederländischen Fernsehen im Rahmen des «Kinderprinsengrachtconcert 2007» in Amsterdam, ein Jahr später gab sie ihr Debüt im grossen Saal des Concertgebouws in Amsterdam. Seit September 2016 ist sie Exklusivkünstlerin bei Warner Classics.
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Im Laufe der Jahre hat sich Noa einen beachtlichen Ruf aufgebaut und wird regelmässig zu Festivals, Rezitalen und Solokonzerten mit Orchestern im In- und Ausland eingeladen. Sie musiziert mit inspirierenden Musikern wie Janine Jansen, Menahem Pressler, Anne-Sophie Mutter, Daniel Müller-Schott, Pablo Ferrández, Amihai Grosz, Timothy Ridout, Kian Soltani, Nils Mönkemeyer, Igor Levit, Enrico Pace, Arthur und Lucas Jussen, sowie mit ihrer Duo-Rezitalpartnerin, der Pianistin Elisabeth Brauss.
Noa arbeitet mit Orchestern wie dem Tonhalleorchester Zürich, Royal Philharmonic Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, Royal Scottish National Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic, Konzerthausorchester Berlin, Gürzenich Orchester Köln, Bamberger Symphoniker, Deutsches Symphonieorchester Berlin, Buenos Aires Philharmonic, Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia, Orchestre Symphonique de Québec, Stuttgarter Philharmoniker, Staatsorchester Stuttgart, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Residentie Orkest The Hague, Netherlands Philharmonic Orchestra, Netherlands Chamber Orchestra, Concertgebouw Chamber Orchestra, Camerata Salzburg, Kremerata Baltica, Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Luzerner Sinfonieorchester, Sinfonieorchester Liechtenstein, Orquestra Sinfônica de João Pessoa in Brazil und Orquesta Sinfónica de Guayaquil in Ecuador, in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manfred Honeck, James Gaffigan, Michael Sanderling, Vasily Petrenko, Anja Bihlmaier, Nicholas Collon, Elim Chan, Patrick Hahn, Matthias Pintscher, Fabien Gabel und Ariel Zuckermann.
Noa ist bereits Preisträgerin zahlreicher Auszeichnungen und hat den ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Louis Spohr in Weimar (im Alter von 9), den ersten Preis beim Iordens Violinwettbewerb in Den Haag (im Alter von 10) und den Concertgebouw Nachwuchspreis 2013 (im Alter von 11) gewonnen. Letztes Jahr sie erhielt die Anton Kersjes-Violinestipendium 2017 (im Alter von 16). Noa erhält den WEMAG-Solistenpreis 2018 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Noa wurde von der European Concert Hall Organisation zum “ECHO Rising Star” für die Saison 2019-20 gewählt; deshalb tourt sie durch Europa und besucht die grossen Konzerthallen. Noa hatte die Ehre, künstlerische Leiterin des Festspiefrühling Rügen 2023 im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu sein.
Noa begann ihren Violinunterricht im Alter von 4 Jahren bei Coosje Wijzenbeek und vom 2013 bis 2018 studierte Noa bei Professor Vera Beths an der Musikhochschule Amsterdam. Kürzlich hat Noa ihr Studium abgeslossen bei Professor Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Zusätzlich zu den regulären Kursen besuchte Noa Meisterkurse und Unterricht bei Janine Jansen, Ivry Gitlis, Jaap van Zweden, Menahem Pressler, Frank Peter Zimmermann, Anner Bijlsma und Liviu Prunaru. Vom 2014 bis 2019 war Noa Mitglied der “Mutter Virtuosi” unter der Leitung von Anne-Sophie Mutter, und war sie Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung.
Noa spielt eine Geige von Giuseppe Guarneri del Gesù bekannt als „Lady Stretton“, Cremona za. 1729 – eine grosszügige Leihgabe eines Mitglieds der Stretton Society. Noas Bogen ist ein schöner Léonard Tourte, za.1800, der freundlicherweise von der Stretton Society ausgeliehen wurde.
Vsevolod Zavidov
© Alexey Chernikov
Der 20-jährige Pianist Vsevolod Zavidov gilt als eines der vielversprechendsten jungen Talente der traditionsreichen russischen Klavierschule. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch den Gewinn des «Prix UBS Jeunes Solistes 2025». Der angesehene, alle zwei Jahre verliehene Preis für herausragende Studierende an Schweizer Musikhochschulen, ist ein anerkanntes Sprungbrett für internationale Karrieren. Früh als Wunderkind gefeiert, überzeugt der heute in Genf lebende gebürtige Moskauer mit einer künstlerischen Reife und Ausdruckskraft, die weit über sein jugendliches Alter hinausgehen.
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Mit vier Jahren erhielt Zavidov seinen ersten Klavierunterricht bei Tamara Koloss an der Zentralen Musikschule des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums. Sein Konzertdebüt gab er im Alter von acht Jahren. Seine weitere Ausbildung setzte er bei Prof. Tatiana Zelikman am Gnessin-Institut Moskau fort. Seit Herbst 2023 studiert er bei Nelson Goerner an der Haute École de Musique de Genève, wo er einen Master in „Specialized Musical Performance for Soloists“ absolviert.
Bereits 2016, im Alter von zehn Jahren, feierte Zavidov sein Solo-Debüt in den USA in der Weill Recital Hall der berühmten New Yorker Carnegie Hall. Seither trat er in allen bedeutenden Konzertsälen Russlands auf, gab Rezitale in ganz Europa und unternahm Tourneen durch den Nordosten der USA sowie durch Japan. Er war Gast bei renommierten Festivals wie den Stars of the White Nights in St. Petersburg und dem Mariinsky International Piano Festival. Ein besonderer Meilenstein war sein Debüt im August 2023 auf der Hauptbühne des Festival International de Piano de La Roque d’Anthéron. Im April 2024 sprang er kurzfristig für Khatia Buniatishvili ein und spielte Tschaikowskys Erstes Klavierkonzert mit dem Taiwan Philharmonic unter der Leitung von Jun Märkl in Basel. Im Mai 2025 vertrat er Grigory Sokolov mit einem Rezital in La Chaux-de-Fonds.
Zu den Höhepunkten des Jahres 2025 zählen sein Rezital-Debüt in der Liszt Hall in Genf im Rahmen der Reihe „Les Grands Interprètes“ sowie eine Konzerttournee durch Japan. Im August wird er mit Liszts „12 Études d’exécution transcendante“ sein Debüt beim Lucerne Festival geben. Mit dem gleichen Programm ist er auch in La Roque d’Anthéron zu hören. Im Oktober spielt er im Salle Garnier der Oper in Monte-Carlo Werke von Haydn, Schubert, Ravel und Strawinsky. Zudem ist er im Basler Stadtcasino zu Gast, wo er gemeinsam mit dem Schweizer Jugend-Sinfonieorchester unter Johannes Schlaefli Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“, op. 43 zur Aufführung bringt.
Vsevolod Zavidov ist Alumnus der „Theo and Petra Lieven International Piano Foundation“ sowie der Verbier Festival Academy. Zu seinen Wettbewerbserfolgen zählen der Erste Preis beim Concertino Praga (2020) sowie beim Gina Bachauer International Junior Piano Competition in Salt Lake City (2021). Im Dezember 2024 wurde ihm als Anerkennung für seine „beeindruckende musikalische Reife und aussergewöhnliche Technik“ der von der Radu Lupu Foundation erstmals verliehene „Prix Radu Lupu“ zugesprochen.
Zavidovs Spiel wird von der internationalen Fachkritik hoch gelobt. So schrieb Serge Martin nach seinem Auftritt 2023 in La Roque d’Anthéron in „Le Soir“: „Die wahre Entdeckung dieses Jahres [ist] der atemberaubende Vsevolod Zavidov, dessen Rachmaninow-Programm ebenso reich an Emotion wie an technischer Meisterschaft war. Mit gerade einmal 17 Jahren [ist dies] ein Name, den man sich merken sollte.“ Das Magazin „International Piano“ nannte ihn „One-to-Watch“ und hob besonders „seine Sensibilität, die in lebendigen Extremen von Zartheit weit über die blossen Noten hinausgeht“ hervor. Die Rezension zog Vergleiche mit legendären Pianisten wie Richter, Sofronitzki, Horowitz, Cherkassky und Rachmaninow, und schloss mit den Worten: „Sie sind die Vergangenheit, aus der er als wahrscheinliche Zukunft hervorgeht.“