Leipziger Streichquartett
Das Leipziger Streichquartett hat sich mittlerweile als „bestes deutsches Quartett” (Gramophone) zu den gesuchtesten und vielseitigsten Ensembles unserer Zeit profiliert. 1988 gegründet, waren drei seiner Mitglieder als Stimmführer im weltbekannten Gewandhausorchester tätig, bis sie 1993 auf eigenen Wunsch ausschieden, um sich in grösserem Masse der Kammermusik zu widmen.
Viele Preise und Auszeichnungen hat das Leipziger Streichquartett bisher erhalten: 1991 gewann es den renommierten internationalen ARD-Wettbewerb in München und den Brüder-Busch-Preis. 1992 wurde es mit dem Förderpreis des Siemens-Musikpreises ausgezeichnet, ausserdem erhielt es ein Stipendium des Amadeus Scholarship Fund und der Stiftung Kulturfonds.
Seit 1991 gestaltet das Quartett seine eigene Konzertreihe „Pro Quatuor” in Leipzig. Eine rege Konzerttätigkeit durch Europa, Nord- und Südamerika, Australien, Japan, Israel, Afrika und Asien führte das Quartett bisher in über 40 Länder.
Die fast 70 vorliegenden CD-Einspielungen – die Palette reicht von Mozart bis Cage, von Haubenstock-Ramati bis Beethoven, darunter Gesamteinspielungen der Werke von Johannes Brahms, Felix Mendelssohn, Wolfgang Amadeus Mozart sowie der gesamten Zweiten Wiener Schule – werden von der Fachkritik hoch geschätzt. Ein Ausdruck dafür sind Auszeichnungen mit dem Diapason d'Or, dem Premios CD-Compact, dem Indie Award und ECHO-Klassik-Preisen in den Jahren 1999, 2000, 2003 und 2008.
Musikalische Partner des Ensembles wie Karl Leister, Michael Sanderling, Hartmut Rohde, Alfred Brendel, Christian Zacharias, Juliane Banse, Christiane Oelze, Olaf Bär und Giora Feidman bereichern neben vielen anderen das weite Repertoire, das fast 300 Werke von etwa 100 Komponisten umfasst.
Das LSQ ist seit 2009 auf Einladung von Claudio Abbado Mitglied im Lucerne Festival Orchestra und nimmt eine Gastprofessur an der Tokyo University of the Art wahr.
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